Dampflokomotiven
Mit der ab 1907 an die Mecklenburgische Staatsbahn gelieferten Gattung T4 begann die Geschichte einer Lokomotive, die lange im Schatten berühmter Schienenstars stand. Unspektakulär im Ruf, doch außergewöhnlich in ihrer Lebensleistung, entwickelte sich diese einzige mecklenburgische Bauart zu einer der bemerkenswertesten Erscheinungen im norddeutschen Eisenbahnwesen. Ihren eigentlichen Durchbruch erlebte die T4 erst in der Prignitz. Während andere Baureihen nach rund vier Jahrzehnten ausgemustert wurden, startete sie dort in eine zweite Karriere – leistungsstärker und ausdauernder als je zuvor. Ihre einzigartige Konstruktion machte sie über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg unverzichtbar. Erst der grundlegende Traktionswechsel setzte ihrer Erfolgsgeschichte ein Ende. Dieses Baureihenbuch widmet sich erstmals umfassend und auf Grundlage neuester Forschungsergebnisse der technischen Entwicklung und der Lebensgeschichte dieser besonderen Gattung. Bislang unveröffentlichte Details, akribisch recherchierte Hintergründe sowie die Aufarbeitung zahlreicher Mythen, Widersprüche und Irrtümer zeichnen ein präzises Bild. Das Werk wirft auch einen Blick auf die später der Baureihe 91 640 zugeordneten Privatbahn-Lokomotiven, denen eine gewisse konstruktive Verwandtschaft zur T4 nachgesagt wird. Ein umfangreicher statistischer Anhang zu allen Lokomotiven einschließlich Kesselverzeichnis rundet dieses Standardwerk ab.
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