Diesellokomotiven
Der dritte Band zur Baureihe V 100 der Deutschen Reichsbahn vervollständigt die Baureihen-Bibliothek zu dieser bekannten Diesellokomotive von der fast 1.150 Exemplare gebaut worden sind. Dieser Band befasst sich ausführlich mit den bis heute bei privaten EVUs erhalten Maschinen, den Lokomotiven im Ausland und der gesamten Statistik zu dieser Baureihe. In gesonderten Kapiteln werden zudem die Unfälle mit Beteiligung von Lokomotiven der Baureihe V 100 aufgeführt sowie die RAW vorgestellt, in denen die Lokomotiven während ihrer Einsatzzeit bei der DR und der DB AG unterhalten wurden.
Dieser Band bildet somit den inhaltlichen Abschluss der V 100-Buchreihe und sollte auch als informatives Nachschlagewerk in keiner Bibliothek eines Eisenbahnfreundes fehlen.
Liebe Leserinnen und Leser,
da ist er nun, der dritte Band zur DR-V 100-Baureihenfamilie. Nachdem sich in den ersten beiden Bänden die jeweiligen Autoren mit der Entwicklung, dem Bau, der Technik, den Unterbaureihen und dem Betriebsdienst bei der Deutschen Reichsbahn und der DB AG beschäftigt haben, liegt der inhaltliche Fokus des dritten Bandes beim Einsatz der Lokomotiven bei privaten Eisenbahnunternehmen.
Doch bevor dieses interessante wie umfangreiche Kapitel aufgeschlagen wird, gibt es in diesem Buch noch jede Menge Tabellen mit statistische Angaben zur Baureihe V 100, die es aus Platzgründen nicht mehr in den zweiten Band geschafft hatten. Auch die Kapitel „Unfälle“ und „V 100 in den Ausbesserungswerken“ waren ursprünglich für eine Veröffentlichung im zweiten Band vorgesehen, mussten dann allerdings geschoben werden. Irgendwann ist eben jeder Umfang eines Buches gefüllt!
Dass den Ingenieuren im Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ in Hennigsdorf in den sechziger Jahre mit der Entwicklung und dem Bau der V 100 eine technisch überaus erfolgreiche Lokomotive gelungen ist, zeigt auch deren bis heute währender Einsatz. Einige der bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen noch vorhandenen Maschinen haben bereits weit mehr als 50 Jahre „auf dem Buckel“ – und beweisen sich heute noch. Gleichsam bot die Konstruktion der V 100 hervorragende Ausgangsbedingungen für eine Modernisierung, sodass gleichsam geglückte Umbau- bzw. Modernisierungsvarianten entstanden, wie z. B. die Hybridloks der Baureihe 203.7 oder die Baureihe 203. Dabei waren die Lokomotiven in ihrer äußeren Form durch ihren Mittelführerstand und die kastenförmigen Vorbauten stets noch als V 100 auszumachen. Dass dies auch anders geht, zeigt der Umbau einer V 100 in Italien! Ein Aufnahme dieser äußerst skurrilen Lok finden Sie im Kapitel „Die DR-V 100 im Ausland“.
Die Beschäftigung mit dem Thema „V 100 bei privaten Eisenbahnunternehmen“ ist gleichermaßen interessant wie aktuell, und letzteres macht die Arbeit an einem solchen Buch, dass auch eine Bestandsaufnahme sein soll, recht schwierig. Warum? Der Markt an privaten EVUs ist ständig in Bewegung! Hier entstehen neue Unternehmen, dort geht ein anderes EVU in die Insolvenz, an anderer Stelle wird ein Tochterunternehmen gegründet, gleichzeitig kauft eine Holdinggesellschaft eine Firma auf … Die dadurch entstandenen Firmengeflechte zu entwirren und verständlich darzustellen, kostete schon sehr viel Zeit. Ein abgeschlossenes Jura-Studium wäre dabei in einigen Bereichen hilfreich gewesen. Mit dieser Bewegung verbunden sind selbstverständlich auch häufige Eigentümerwechsel bei den Fahrzeugen, die allerdings nicht immer sofort erkennbar sind bzw. bekanntgemacht werden. Zudem werden Lokomotiven auch vermietet (gerne auch an die eigenen Tochterunternehmen) und dann wiederum untervermietet. Dabei einigermaßen den Überblick zu behalten, war eines der Hauptziele der beiden Autoren dieses Buches, und eine ständige Aktualisierung der Statistiken eine ihrer Hauptaufgaben. Bei allen Bemühungen um verlässliche Angaben und Daten sei allerdings darauf hingewiesen, dass sich bis zum Erscheinen dieses Buches aufgrund der schnelllebigen Zeit schon wieder einige Änderungen bei den Eigentumsverhältnissen der Lokomotiven ergeben haben können – oder gar ein neues EVU sich einer V 100 angenommen hat.
So ist es eben, wenn sich eine Baureihe noch „im Betrieb“ befindet.
Ein solches Werk können selbstverständlich nicht zwei Autoren allein bewerkstelligen. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Personen entstanden, die bereitwillig ihre Informationen weitergegeben haben. Da ist Andreas Stange zu nennen, der neben den Statistiken zu den Reichsbahn-V 100 auch das Kapitel „Unfälle“ und Zuarbeiten zum Thema „V 100 in den Ausbesserungswerken“ geliefert hat. Dafür möchten sich die Autoren recht herzlich bedanken. Gleichsam geht ein persönliches Dankeschön an Volker Lucas, der speziell in den letzten Monaten vor der Fertigstellung des Buches stets ein verlässlicher Partner bei der Gestellung von Bildmaterial und der Beantwortung statistischer Fragen war.
Grundsätzlich gilt der Dank all den zahlreichen Bildautoren, die sich mit ihren Aufnahmen an der Bebilderung des dritten Bandes zur DR-V 100 beteiligt und dafür gesorgt haben, dass es – im Hauptkapitel – ein „kunterbuntes“ Buch geworden ist. Besonders sei hier Felix Seraphin, Stephan Karkowski, Marco Heyde, Jens Gießler und Frank Weimer gedankt, die geduldig die meist kurzfristigen Bildanfragen beantwortet haben.
Selbstverständlich sei ausdrücklich auch den Damen und dem Herrn in der Bildbearbeitung des EK-Verlags für ihre hervorragende Arbeit gedankt. Ohne deren fachliches Können wäre so manches Bild im elektronischen Papierkorb gelandet.
Und zu guter Letzt danken die Autoren auch den Leserinnen und Lesern für die Geduld beim Warten auf dieses Buch!
Wir wünschen viel Spaß bei Lesen!
Marco Berger
Sebastian Werner
EK Medien GmbH
Munzinger Str. 5a
79111 Freiburg im Breisgau
Telefon 0761 70310 0
Telefax 0761 70310 50
E-Mail-Adresse: info@eisenbahn-kurier.de
https://www.eisenbahn-kurier.de/
Geschäftsführer: Dr. Ulrich Ch. Knapp
Sie haben Ihr Passwort vergessen?