EK-Special
Wohl keine andere Ellok-Familie war von den Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte mit Mauerfall und Wiedervereinigung so sehr geprägt wie die Baureihenfamilie 212/243. Von der Deutschen Reichsbahn der DDR Anfang der achtziger Jahre ursprünglich als Nachfolgemodell der Baureihen 211/242 entwickelt und eigentlich für ein umfangreiches Elektrifizierungsprogramm des DR-Streckennetzes konzipiert, breitete sich die zwischen 1984 und 1991 massenhaft beschaffte Baureihe 243 (143) ab 1990 rasch in ganz Deutschland aus. Die aus der 243 abgeleitete 160 km/h schnelle Variante der Baureihe 212 (ab 1992 BR 1120, ab 2000 BR 114) war buchstäblich ein 'Kind der Wiedervereinigung', und auch die 1992 binnen kürzester Zeit aus ihr weiterentwickelte Baureihe 1121 stand ganz im Zeichen des Zusammenwachsens von Bundes- und Reichsbahn, denn als einzige deutsche Lokomotivbaureihe wurde sie von beiden Bahnen gemeinsam beschafft.
Das EK-Special 165 widmet sich dieser insgesamt 776 Lokomotiven umfassenden Lokfamilie und zeichnet ihren wechselvollen Werdegang von der Vorstellung des Prototyps 212 001/243 001 im Jahr 1982 bis in die Gegenwart nach. Bei der DB AG sind heute zwar die meisten Lokomotiven bereits ausgemustert, doch ein kleiner Restbestand hält sich noch in verschiedenen Diensten, u.a. bei der S-Bahn Dresden. Etliche Lokomotiven haben auch bei privaten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) neue Aufgaben gefunden.
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